Digitale Technologien und Kinderentwicklung

Einige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sowie Pädagoginnen und Pädagogen fordern ein Moratorium für die Digitalisierung in Kitas und Schulen bis zur 6 Klasse. Ihr Hauptanliegen ist es, Kinder vor möglichen negativen Auswirkungen digitaler Medien zu schützen. Sie argumentieren, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Auswirkungen digitaler Technologien auf die kindliche Entwicklung noch unzureichend seien und ein vorsichtiger Umgang notwendig ist. (https://die-pädagogische-wende.de/wp-content/uploads/2023/11/moratorium_pub_17nov23.pdf)

 

Einen anderen Weg schlägt die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) vor. Die GMK erkennt die Notwendigkeit von Medienkompetenz an und betont die Wichtigkeit, digitale Medien als Chance zur Förderung von Kreativität und kritischem Denken zu nutzen. Sie argumentiert, dass ein Moratorium transformative Lernprozesse behindern und Kinder nicht angemessen auf die digitale Zukunft vorbereiten würde. Die GMK betont auch die Notwendigkeit einer ausgewogenen Medienerziehung. Diese sollte nicht nur die Risiken, sondern auch die Potenziale digitaler Medien in den Blick nehmen. Medienbildung sollte als integraler Bestandteil der pädagogischen Ausbildung verstanden werden, in der Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher die notwendigen Kompetenzen erwerben, um Kinder in einer digitalisierten Welt zu begleiten und zu unterstützen. (https://www.gmk-net.de/wp-content/uploads/2023/12/GMK-Stellungnahme_zum_Moratorium_der_Digitalisierung_in_Kitas_und_Schulen_2023-12-11.pdf)

 

Pädagogische Fachkräfte, die im Zentrum dieser Debatte sind, stehen vor der Herausforderung, einen Mittelweg zu finden. Es gilt, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, ohne mögliche Risiken zu ignorieren, und so digitale Medien sinnvoll in den Unterricht und die pädagogische Praxis in Kindertageseinrichtungen zu integrieren und gleichzeitig die kritische Auseinandersetzung mit ihrer Nutzung zu fördern. Pädagogische Fachkräfte können hier eine Vorreiterrolle einnehmen, indem sie Medienkompetenz vermitteln und die Kinder dabei unterstützen, sich sicher und verantwortungsvoll in der digitalen Welt zu bewegen.

 

In diesem Zusammenhang kann das Kreismedienzentrum eine zentrale Rolle spielen. Wir fungieren als Brücke zwischen der digitalen Welt und dem Bildungsbereich, indem wir Ressourcen, Wissen und Unterstützung für Schulen, Kindertagesstätten und Bildungseinrichtungen bereitstellen. Das Kreismedienzentrum kann helfen, digitale Medien effektiv und sicher zu nutzen, indem wir Zugang zu technologischen Werkzeugen und pädagogischem Fachwissen bieten. Wir unterstützen Fachkräfte bei der Entwicklung ihrer medienpädagogischen Kompetenzen und förderen die Integration von Medienbildung in die Praxis.

 

zurück